El Yunque National Forest

File 149Der 115 km² grosse El Yunque National Forest in der Sierra de Luquillo, früher unter dem Namen Caribbean National Forest bekannt, ist der einzige Nationalpark der USA mit einem tropischen Regenwald. Vor der Ankunft der Europäer waren noch weit grössere Gebiete der Insel von tropischem Wald bedeckt. Der Nationalpark ist eines der ältesten Schutzgebiete in der westlichen Hemisphäre überhaupt, bereits 1876 grenzte es der spanische Könige Alfonso XII. als ein solches ein (Öffnungszeiten: Täglich 7.30-18 Uhr).

File 251Das gesamte Landschaftsareal hat praktisch keine Trockenzeit, es regnet das ganze Jahr über. Auch die Temperatur und die Dauer des Tageslichts sind relativ konstant, so dass alle Faktoren zusammen einen wachstumsreichen, ewigen Frühling bewirken. Die Höhenlagen greifen von 9 m über dem Meeresspiegel bis zu 1.075 m am Gipfel des Cerro El Toro. Der Name "El Yunque" geht auf eine Legende der Arawak-Indianer zurück, die den zweitgrössten Berg El Yunque für den Sitz des "Grossen Geistes Yuquiyu", dem Schutzgeist der Insel, hielten.

File 356Zu den Ökosystemen innerhalb des Parks gehören auch alpine Nebelwälder und Bergwälder mit Zwergpflanzen. Das Hauptbesucherzentrum El Portal Rain Forest Center informiert in einer Ausstellung über die Geologie, Geografie und die verschiedenen Ökosysteme. Mehrere unterschiedlich anspruchsvolle Wanderwege führen durch abenteuerliche Schluchten und zu rauschenden Wasserfällen. Die "Mina Falls", die man nach nur 10minütigem Spaziergang vom Parkplatz aus erreicht, sind ideal für ein erfrischendes Bad.

Wanderer finden hier ausgezeichnete Möglichkeiten, Vögel und Wildtiere zu sehen. Mehr als 250 Baumarten, darunter Teak und Ebenholz, Mahagoni, Bambus, Hibiskus und Trompetenbäume, armdicke von den Ästen herabhängende Lianen, viele Dutzend Farn- und über 40 Orchideenarten wachsen in dem grünen Pflanzenparadies.

File 359Der Park ist ebenfalls berühmt für seine Petroglyphen der Taíno-Indianer. Nach einem tropischen Regenguss, wenn die Natur Atem zu holen scheint, machen sich nicht nur überdimensionale Schnecken, sondern vor allem auch der winzige, weniger als 4 cm grosse Baumfrosch Coquí bemerkbar. Mit einem erstaunlich durchdringendem Organ ruft er seinen eigenen Namen und übertönt damit mühelos lautstark trällernde Vögel. Nach der indianischen Legende wurde er den Menschen von Yuquiyu als Geschenk überreicht.