Hacienda Buena Vista

File 161Die tief in den Bergen nördlich von Ponce gelegene Plantage Hacienda Buena Vista wurde um 1833 gegründet und pflanzte vor allem Kaffee, Reis und Mais an. Das Hauptprodukt war damals der Kaffee, vor allem deshalb, weil er im 19. Jh. als der beste und feinste weltweit bekannt war und eifrig nach Europa und Nordamerika exportiert wurde. Der Vatikan soll in jenen Zeiten das "Schwarze Gold" aus Puerto Rico besonders geschätzt haben. Das ganze Areal gehört heute der "Fideicomiso de Conservación de Puerto Rico", einer Schutzorganisation vieler Sehenswürdigkeiten Puerto Ricos, die es als lebendiges Museum und pädagogisches Zentrum betreibt.

Sobald Sie den Haupteingang betreten, sehen Sie den grossen Hofplatz mit angrenzenden Gebäuden auf jeder Seite. Das grösste darunter diente als herrschaftliches Wohnhaus des Plantagenbesitzers und seiner Familie. In der ersten Etage werden interessante Informationen zur Geschichte der Hacienda präsentiert, geschmückt sind die Räumlichkeiten mit historischen Kaffeesäcken. Nachdem Sie die Treppe genommen haben, eröffnet sich zunächst ein kleiner Innenhof, der mit sehr schönen Fliesen ausgelegt ist und von dem alle Räume abgehen. In der zweiten Etage finden Sie die eleganten, mit original Möbeln ausgestatteten Wohnbereiche, die einen unvergleichlichen Eindruck über die Lebensgewohnheiten der Menschen im 19. Jh. vermitteln.

Neben dem Herrenhaus befindet sich ein weiteres Gebäude mit einem alten Wasserrad und einer Mühle, beide funktionieren noch heute. Die Wassermühle war dafür verantwortlich die Kanäle, die sich durch den ganzen Hof ziehen, kontinuierlich mit Wasser zu versorgen. Ein Wasserfall, der durch den ständigen Fluss der Wassermühle betrieben wird, ist ebenfalls zu besichtigen. Nach dem grossen Hof schliesst sich das Areal der Maismehl-Produktion an. Der Prozess zur Gewinnung des Mehls ist sehr umfangreich und die zu besichtigende Maschine, die die Maiskörner zerdrückt ist nur ein Teil davon. Danach können Besucher das Areal noch weiter erkunden, z. B. den anschliessenden, kleinen Fluss überqueren und ein Waldgebiet betreten, in dem viele Kaffeepflanzen mit ihren Früchten, den Kaffeebohnen, wachsen.

Insgesamt sind es 11 Gebäude, die noch im Original hier stehen, neben dem Herrenhaus und der Wassermühle sind noch Sklavenquartiere, das Gebäude zur Verarbeitung der Kaffeebohnen, Lagerhäuser, Pferde- und Maultierställe, ein Kutscherhaus, ein Verwaltungsbüro mit Wohneinheit, ein Aquädukt und ein massiver Hurrikan-Unterschlupf zu besichtigen. Auf dem grossen Hofplatz können Sie entspannt nach einer Besichtigungstour Kaffee aus der eigenen Produktion trinken. Insgesamt sollten ca. 2 Stunden für die Hacienda angedacht werden (Öffnungszeiten: Fr-So 8.30, 10.30, 13.30 und 15.30 Uhr).