Jayuya

File 164Das Städtchen Jayuya liegt inmitten der Cordillera Central, also im gebirgigen Zentrum Puerto Ricos nördlich von Ponce. Der Name Jayuya leitet sich von dem Taíno-Stammesführer Hayuya ab und der Ort ist besonders bekannt für seine qualifizierten Holzschnitzer, die hauptsächlich von der indigenen Bevölkerung abstammen. Dies verlieh dem Örtchen auch den Namen "La Capital Indigina". Mehrere interessante Statuen zieren die Stadt, darunter eine gigantische Büste des Cacique Hayuya, ein Werk des puertoricanischen Bildhauers Tomás Battista.

1878 gegründet war Jayuya lange Zentrum des Kaffeeanbaus, heute ist es ein gemütlicher Urlaubsort in den Hügeln des Toro Negro Forest Reservat mit einem angenehm frischen Klima. Das 28 km² Naturschutzgebiet mit dem höchsten Gipfel Puerto Ricos Cerro de Punta ist mit seinen Flüssen, Bergseen, rauschenden Wasserfällen, Tälern und Wanderpfaden ein Paradies für Naturliebhaber. Von nah und fern kommen die Urlauber hierher, zumeist ist Jayuya erster Anlaufpunkt um das hügelige Innenland Puerto Ricos und insbesondere den in der Nähe gelegenen Cerro de Punta mit einer Höhe von 1338 m zu erkunden.

Das grösste Museum Puerto Ricos, das sich mit der indianischen Urbevölkerung beschäftigt, das Museo del Cemí, ist hier zu finden. Seine architektonische Form ist der einer Taíno-Gottheit namens Cemí nachempfunden. Die Gestalt erinnert an eine Art prähistorisches Tier, das gerundete Oberflächen und ein bemaltes Gesicht hat, welches den Eingang bildet. Im Inneren werden wichtige archäologische Funde und die damit einhergende Geschichte der Taíno-Indianer (Öffnungszeiten: Mo-Fr 9-16 Uhr/ Sa & So 9-15 Uhr) präsentiert. Viele Funde stammen auch aus den archäologischen Grabungen in der Altstadt, die eine Grabanlage der Taínos zum Vorschein brachten.

Jedes Jahr Mitte November wird Jayuya durch das Indianische Festival feierlich zum Leben erweckt, das vor allem Interessierte an der indianischen Kultur nicht verpassen sollten. Eine festliche Parade zieht durch die Strassen und es gibt jede Menge indianisches Essen, Kostüme, Spiele und indianischer Musik, die den Zuhörer mit ihrer einzigartigen Mischung von Klängen überraschen wird. Ausserdem findet auch ein Schönheitswettbewerb um die schönsten indianischen Kleider statt. Die Kostüme sind von besonderem Interesse und sorgen für herausragende Fotomotive. Mehr als 100 Künstler und Interpreten nehmen an den Feierlichkeiten, die eine Woche lang gehen, teil.

Das Museum Casa Canales ist das ehemalige Wohnhaus des Gründers von Jayuya Rosario Canales Quintero. Es zeigt die Wohnräume im Stil des 19. Jh. und beschäftigt sich mit der Familie Canales, die zur Bildung der Gemeinde viel wichtiges beigetragen hatte. Vom Museumsgelände aus hat man ausserdem einen tollen Blick auf die umliegenden Berge (Öffnungszeiten: Mo-Fr 9.30-16 Uhr/ Sa & So 9.30-15 Uhr/ Eintritt $ 1,-).