Dorado

File 107Das um 1842 gegründete Städtchen Dorado an der Atlantikküste lockt seit den 1950er Jahren unzählige Sommerurlauber an, die sich an den goldenen und palmenbestandenen Sandstränden erholen möchten. Spätestens seitdem die Kennedys und andere Prominente im Luxushotel Dorado Beach Resort abstiegen, etablierte sich Dorado zum exklusiven Ferienort. Die kilometerlangen Strände und das Klima zogen viele ausländische Investoren an, die hier nicht nur Ferienanlagen bauten, sondern auch Früchteplantagen bewirtschafteten. Darunter die üppigen Plantagen der Livingstone Familie – Clara Livingstone war in den 1930er Jahren eine berühmte Pilotin und heute ist im Herrenhaus der Familie das gemütliche Gourmet-Restaurant "Su Casa" untergebracht.

Zu den besten öffentlichen Stränden Dorados gehören der Cerro Gordo und die Playa Sardinera. Die Playas Kikita und El Unico sind bei Surfern sehr beliebt. Ausserdem ist Dorados Umgebung bekannt für seine schönen Golfplätze und das älteste Golfturnier Puerto Ricos mit über 200 Spielern. Weltbekannte Spitzen-Golfanlagen von Robert Trent Jones sind der Dorado East Course (eröffnet 1958), Dorado West Course (1960), sowie der Pineapple Course und der Sugar Cane Course (1970). Der Dorado del Mar Course ist eine neuere Kreation von 1998 und bekannt für sein zehntes Loch, das über die Klippen mit Blick aufs Meer läuft.

Auch der Ortskern von Dorado ist einen Besuch wert – auf der Plaza de Recreo de Dorado ehrt das "Monumento a las Raíces" nicht nur die Stadt, sondern auch das indianische, afrikanische und spanische Erbe Puerto Ricos. Auf dem Paseo del Cristo, einer hübschen Einkaufsstrasse, befindet sich das Sanctuario del Cristo de la Reconciliación, wo man die grösste Christus-Statue der Karibik in einem eigenen Raum bewundern kann. Mehrere Museen bewahren historische Schätze, darunter das Museo de Arte y Historia de Dorado mit Informationen zur Geschichte der Stadt, Kunst und archäologischen Gegenständen. Das Museo Marcos J. Allegría zeigt Werke einheimischer Künstler. Das Museo y Centro Cultural Casa del Rey befindet sich in einem Gebäude von 1823, wurde ursprünglich als Residenz für einen eventuellen Besuch der spanischen Königin und des König erbaut und diente dann lange als Garnison spanischer Soldaten. Heute stellt das Museum viele interessante Möbel und Gebrauchsgegenstände des 19. Jh. aus (Öffnungszeiten: Mo-Fr 8-16.30 Uhr).